
Wolfgang Schmid hat als Bassist, Produzent, Komponist und musical director auf bislang 400 Alben mitgewirkt, war Mitglied in Klaus Doldingers legendärer Band Passport und rief mit Billy Cobham die Band Paradox ins Leben. Seine neue, wieder hochkarätig besetzte Formation KICK hat im vergangenen Jahr ihr Debütalbum "let the groove begin" eingespielt. Mit dabei sind der Ausnahmegitarrist Peter Wölpl, Oli Rubow an den Drums, der bereits mit den Fantastischen Vier und DePhazz gespielt hat, sowie Benedikt Moser am Fenderpiano und der Saxophonist Antonio Lucaciu. Und seit neuestem: die fantastische Geigerin Luluk Purwanto aus Indonesien. Gemeinsam erzeugt die Band ein dichtes, druckvolles Groove-Jazz-Geflecht, wie es nur selten zu hören ist. Funk dient als Ausgangsbasis der Musik, unterschiedlichste Klangfarben lassen Hochkomplexes zum entspannten Genuss werden. Mitreißende Dancerhythmen, relaxte Sequenzen, je nachdem, wo man hinhört: die Musik ist vielschichtig, vermittelt aber dennoch eine ungeheure Leichtigkeit. Hier werden gegenwärtige Sounds mit intensiven Bassgrooves in einen Topf geschmissen, pikant gewürzt und heiß serviert: Get Your Kick!

Zum Abschluss der 15. BW-Bank jazzopen tritt der siebenfache Grammy-Preisträger AL JARREAU in einer besonders exklusiven Umgebung auf: in der Arena des Mercedes-Benz Museums, der neuen Festival-Bühne der jazzopen. Die Stimme von AL JARREAU gehört zu den erstaunlichsten Phänomenen dieses Planeten. Wie kein anderer steht sein Name für den unmittelbaren Gebrauch der Stimmbänder als Instrument, das über ein enormes Potential an Ausdrucksskalen jenseits der sprachlichen Botschaft verfügt. Dass Jazz die Grundlage seiner Musik ist, hätte Jarreau gar nicht selbst bekunden müssen: Indem er die Möglichkeiten der Improvisation immerhin eine der zentralen Arbeitshypothesen des Jazz von den Instrumenten auf seine Stimme übertragen hat, konnte er dieser Musik ab Mitte der 70er Jahre nicht nur entscheidende Impulse zu geben, sondern auch zu einer lange ungekannten Geltung bei einem größeren Publikum verhelfen "Look to the Rainbow", ein Live-Album mit Aufnahmen seiner triumphalen Europa-Tour, stieg 1977 in die Top 50 der US-Album-Charts ein und wurde im folgenden Jahr mit dem Grammy ausgezeichnet. Der Beginn seiner Karriere lag da allerdings bereits mehr als zehn Jahre zurück: Spätestens seit 1965 mit der Veröffentlichung seines Debütalbums "We Got By" gibt der promovierte Psychologe dieser Idee, dass eine Stimme wie ein Instrument eingesetzt werden kann, in seiner Arbeit einen öffentlichen Raum, untersucht ihre Möglichkeiten für eine Musik, die im Jazz, Soul und Bossa Nova verwurzelt, dadurch aber nicht limitiert ist und mit Begriffen wie Crossover nur unzureichend erfasst werden kann. Ohne AL JARREAU das macht man sich vielleicht nur zu selten klar würde sich wohl einiges in der gegenwärtigen Popmusik anders anhören: Scat- und möglicherweise auch Rap-Gesang wären nicht das, was sie jetzt sind. AL JARREAU ist der einzige Künstler, der mit Grammys für Gesangsdarbietungen in drei verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurde, unter anderem für "Blue Rondo a la Turk" (Jazz), "Breakin Away" (Pop) und "Heaven and Earth" (Rhythm & Blues) insgesamt siebenmal konnte er die begehrte Trophäe bislang entgegennehmen, zuletzt 2007 für "God Bless the Child" zusammen mit George Benson und Jill Scott aus dem Erfolgsalbum "Givin It Up". Zuvor hatte AL JARREAU sich nach einer längeren Pause Ende der Neunziger bereits 2004 mit dem lupenreinen Jazzalbum "Accentuate the positive" eindrucksvoll zurückgemeldet. 2008 wird ein weiteres Highlight in seiner einmaligen Karriere: Anfang des Jahres erschien "Love Songs", eine Compilation mit Songs aus mehr als 30 Jahren, im Rahmen seiner dazugehörigen Europa-Tournee tritt AL JARREAU in Stuttgart bei den BW-Bank jazzopen auf.
Al Jarreau (Gesang)
Joe Turano (Keyboards, Saxophon)
John Calderon (Gitarre)
Mark Simmons (Drums)
Stan Sargeant (Bass)
Larry Williams (Keyboards)
Debbie Davis (Gesang)

Die Sängerin BÊ alias Betina Ignacio wurde in Sao Paulo in Brasilien geboren. Nach einer erfolgreichen Karriere als Model lebt sie heute in Deutschland. Ihr jüngst erschienenes Debütalbum "Mistura Fina" entstand in Zusammenarbeit mit Luiz Brasil und Markus Schmidt, die beruflich schon lange Jahre Weggefährten sind, in Salvador da Bahia und Rio de Janeiro. BÊs Musik ist ein Mix aus Bossa-Nova und Jazz mit Einflüssen von Lounge- und Pop-Sounds.
Betina Ignacio (Gesang)
Luiz Brasil (Gitarre)
Markus Schmidt (Drums)
Valney Oliveira (Percussion)
Kurt Holzkämper (Bass)
Sebastian Motz (Keyboard)

Mit Chicago kommt eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten nach Stuttgart. Tatsächlich haben in den USA lediglich die Beach Boys eine höhere Chartnotierungsquote als Chicago aufzuweisen: die 1967 gegründete Formation hat weit mehr als nahezu unglaubliche 100 Millionen Tonträger verkauft, 21 Top-10-Singles und fünf Number-One-Hits gelandet, 13 ihrer 30 Studioalben wurden mit Platin ausgezeichnet, 18 mit Gold, fünf davon führten in Folge die Alben-Charts an. Als erste US-amerikanische Band hat Chicago Top-40-Alben in fünf Dekaden verzeichnen können. Selbstverständlich konnte die Band bereits den Grammy entgegennehmen und ist mit einem Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame verewigt. Dass diese Fakten zu überraschen vermögen, ist dadurch zu erklären, dass der Einfluss dieser einzigartigen Band seitens der Rockkritik jahrzehntelang aufs Schwerste unterschätzt wurde: Obwohl oder gerade weil Chicago mit ihrer Rock-plus-Brass-Formel den Charts der 70er ihren Stempel aufdrückten, fristete diese Institution, die 1969 als Chicago Transit Authority mit ihrem gleichnamigen Sensationsdebüt die Bühne der Weltöffentlichkeit betrat, lange ein Schattendasein in den Geschichtsbüchern der Rockmusik. Dagegen haben sich Chicago durch ihre fulminanten Auftritte einen dauerhaften Ruf als hervorragende Live-Band auf intensiven Tourneen in aller Welt erspielt. Die Treue ihrer Fanbase ist nahezu sprichwörtlich, Songs wie "If You Leave Me Now", "Beginnings", "Ballet for a Girl in Buchannon: 25 or 6 to 4", "Hard To Say I'm Sorry", "Does Anybody Really Know What Time It Is?", "I'm A Man"; "Look Away", "(I've Been) Searchin' So Long", "Old Days", "Call On Me", "Wishing You Were Here", "You're The Inspiration" oder "Saturday In The Park" haben sich als Evergreens ins Gedächtnis ganzer Generationen eingebrannt und sind weltweit gültige, unverzichtbare AOR-Radio-Standards, aus den einschlägigen Erwachsenenunterhaltungsprogrammen der Sender nicht mehr wegzudenken. In Anlehnung an die Ordnungskonzepte, mit denen klassische Komponisten ihre Werke organisiert haben, bestehen die Titel ihrer Alben fast durchwegs aus einer fortlaufenden Nummerierung, häufig in römischen Ziffern umgesetzt - diese übergreifende Ästhetik ist zu einem Markenzeichen von Chicago geworden. Ihre enge Verbundenheit mit der Jazzkultur war immer offensichtlich, wurde aber 1995 durch ein speziell der Swing-Zeit gewidmetes Album besonders unterstrichen, das unter dem Titel "Night & Day" bezeichnenderweise auch aus der Ziffernfolge ausscheren durfte. Obwohl die Band seit mehr als 4 Jahrzehnten besteht, finden sich im Line-up von Chicago noch vier der ursprünglich sieben Gründungsmitglieder wieder: dabei handelt es sich um Robert Lamm, Lee Loughnane, James Pankow und Walt Parazaider. Für 2008 ist nicht nur die Veröffentlichung des bereits 1993 aufgenommen, aber nie erschienenen Albums "Stone of Sisyphus" geplant, sondern auch eine große Welttournee, die Chicago unter anderem nach Montreux, Hawaii und Las Vegas führt - der Auftritt von Chicago in Stuttgart ist das bisher einzige bestätigte Konzert in Süddeutschland für 2008.
Robert Lamm (Keyboard, Gitarre, Gesang)
Lee Loughnane (Trompete, Gesang)
Nick Lane (Trombone, Gesang)
Ray Herrmann (Holzblasinstrumente, Saxophon, Flöte, Gesang)
Bill Champlin (Keyboard, Gitarre, Gesang)
Jason Scheff (Bass, Gesang)
Tris Imboden (Drums)
Keith Howland (Gitarre, Gesang)

Zu einem außergewöhnlichen Konzert kommt es am Freitag, 18. Juli 2008, auf dem Pariser Platz. Bei ihrem einzigen Festivalauftritt 2008 in Süddeutschland tritt die legendäre US-amerikanische Fusion-Jazz-Band THE CRUSADERS gemeinsam mit NILS LANDGRENS FUNK UNIT auf, einer der bekanntesten Formationen im gegenwärtigen europäischen Jazz - das bedeutet: JOE SAMPLE und NILS LANDGREN zusammen auf einer Bühne! Dass sich JOE SAMPLE, als Pianist und Komponist die kreative Konstante der CRUSADERS, und NILS LANDGREN seit mehr als 20 Jahren kennen, verdankt sich dem Zufall: Landgren geriet in Los Angeles in eine Aufnahmesession der CRUSADERS und trat im folgenden Jahr mit JOE SAMPLE sowie der Sängerin Randy Crawford auf, für die der Vocal-Part von "Street Life", dem Welthit der CRUSADERS von 1979, der Beginn einer großen Karriere war. Ein weiteres Produkt der schwedisch-amerikanischen Freundschaft zwischen Landgren und SAMPLE war das dem Sound von New Orleans verschriebene Album "Creole Love Call" von 2005, dessen Songs auch einen wohldosierten, aber zentral platzierten Raum im Set dieses Abends einnehmen werden. Ray Parker Jr., der dort als Gitarrist zu hören war, als Komponist des Kino- & Chartserfolgs "Ghostbusters" weltbekannt ist und bereits mit Musikern wie Barry White oder Stevie Wonder und Bands wie The Temptations oder Rufus zusammengearbeitet hat, wird als mittlerweile festes Mitglied der FUNK UNIT auch zugegen sein. Ähnlich wie die ebenfalls bei den diesjährigen jazzopen zu hörenden Chicago, die die Musik der CRUSADERS als ihren wichtigsten Einfluss bezeichnet haben, gehört die Westcoast-Band zu den übersehenen Größen in den Anthologien der Rockgeschichtsschreibung, von der Kritik unterbewertet bis zum heutigen Tag. Dabei handelt es sich bei THE CRUSADERS, zumindest wenn man ihre Vorläuferformationen The Swingsters, The Modern Jazz Sextet, The Nite Hawks und schließlich The Jazz CRUSADERS mit einbezieht, vermutlich um die erste Jazz-Rock-Band überhaupt, sicher jedoch um diejenige, die am längsten Bestand hat. Die Ursprünge der CRUSADERS liegen im Houston, Texas, der frühen 50er Jahre. An der dortigen Highschool scharte der junge Pianist JOE SAMPLE einige Gleichgesinnte um sich, darunter mit dem Tenorsaxophonisten Wilton Lewis Felder, dem Posaunisten Wayne Maurice Henderson und dem Drummer Nesbert "Stix" Hooper bereits drei Gründungsmitglieder der CRUSADERS, um unter dem Namen The Swingsters, später als The Modern Jazz Sextet, eine Stil-Symbiose aus Jazz und R&B in Angriff zu nehmen, die 15 Jahre später als Neuheit ein Massenpublikum begeisterte. Ihre Mischung aus Hard Bop-, Blues-, R&B- und Soul-Elementen mit Gospel-Obertönen war von Beginn an originär, neu und tanzbar, rasch hatten sie den Ruf einer echten Live-Attraktion, und nach einem Umzug nach Los Angeles als The Jazz CRUSADERS auch einen Plattenvertrag mit Pacific Jazz Records, wo ihr Debütalbum 1961 erschien. An der großen Popularität der Jazz CRUSADERS hat auch das ungewöhnliche Line-up der Band einen maßgeblichen Anteil: die Frontline mit Tenorsaxophon und Posaune wurde zu ihrem Markenzeichen. Nach 17 Alben für Pacific Jazz erfolgte 1971 die Neuorientierung: THE CRUSADERS sollte fürderhin zur Kennzeichnung ihres Stilprofils ausreichen. Tatsächlich zählen die 70 Jahre zu den erfolgreichsten Dekaden der Band: Die Singles der CRUSADERS fanden sich regelmäßig als Top-40-Hits in den R&B-Charts wieder, Songs wie "Put It Where You Want It", "Don't Let It Get You Down" oder "Keep That Same Old Feeling" prägen den Sound dieser Epoche - und natürlich "Street Life", das 1979 veröffentlicht den größten Erfolg der CRUSADERS markiert, aber auch bereits fast schon das vorübergehende Ende der langen Karriere einläutet: Mitte der 80er wird es still um die Band. Nach mehr als 20 Jahren kommt es 2003 zu einem unerwarteten Lebenszeichen: mit "Rural Renewal" erscheint ein neues Studioalbum der CRUSADERS - die Groove-Jazz-Pioniere sind wieder da.
CRUSADERS:
Joe Sample (Keyboard)
Ray Parker Jr (Gitarre)
Nils Landgren (Trombone)
Nick Sample (Bass)
Wilton Felder (Saxophon)
Forrest Robinson (Drums)
NILS LANDGREN FUNK UNIT:
Nils Landgren (Trombone & Gesang)
Ray Parker Jr. (Gitarre)
Sebsatian Studnitzky (Keyboard & Trompete)
Adam Karsnas (Drums)
Magnus Lindgren (Saxophon & Flöte)
Magnum Coltrane Price (Bass)

Mit Curtis Stigers wird ein Saxophonist, Klarinettist und Vokalist zu erleben sein, der auch schon auf Bühnen neben Größen wie Elton John oder Eric Clapton anzutreffen war. "I wonder why", den größten Hit von Curtis Stigers, hat wohl jeder schon einmal gehört. Heute bereits ein Evergreen, bedeutete dieser Song für Stigers den Beginn einer beispiellosen Weltkarriere und verhalf seinem gleichnamigen Debütalbum von 1991 zu gleich mehrfachem Platinstatus. Sein 92er Soundtrack zu "The Bodyguard" wurde zu einer der meistgekauften Platten überhaupt. Nach zwei weiteren Soloalben mit Welthits wie dem in der US-Kultserie "Dawson's Creek" eingesetzten "To Be Loved" und zahlreichen Kollaborationen mit Größen wie Gene Harris, Randy Brecker, Grover Washington und Gerry Mulligan widmet sich Stigers auf den Produktionen der letzten Jahre zunehmend seinen Wurzeln: sein aktuelles Album "Real Emotional" besticht erneut durch eine geschickte Zusammenstellung einfühlsamer Jazz-Interpretationen herausragender Rocksongs von wegweisenden Künstlern wie Randy Newman, Bob Dylan und Tom Waits sowie einigen neuen Eigenkompositionen.
Curtis Stigers (Gesang)
Matthew Fries (Piano)
Keith Hall (Drums)
Cliff Schmitt (Bass)
Jon Sneider (Trompete)

Die kanadische Jazz-Sängerin und Pianistin spielt nicht nur in einer eigenen Liga - spätestens seit dem internationalen Erfolg ihres fünften Albums "When I Look in Your Eyes", das ein komplettes Jahr die Billboard-Jazz-Charts dominierte und Diana Krall 1999 ihren ersten Grammy bescherte, eine nahezu einhellig geteilte Erkenntnis - in einem Fach also, das sie tatsächlich selbst begründet hat, sondern steht diesem immer noch als First Lady vor: Diana Krall hat die Türe geöffnet für ein Jazzverständnis, das - nach Jahrzehnten der Introspektive - dorthin zurückkehrt, woher es gekommen ist: als erste Popmusik einer (fast wie heute neuen, damals aber noch analogen) Mediengesellschaft hat die Jazzkultur schließlich viele Standards der heutigen Musikproduktion weit über den musikalischen Erbteil hinaus definiert. Diesen Umstand in die Büros und Boutiquen, die Cafes und Bars, die Wohn- und Schlafzimmer in aller Welt zurückgetragen zu haben, ist eine historische Leistung, die Diana Krall zugeschrieben werden muss. In ein hochmusikalisches Elternhaus hineingeboren, beginnt sie Klavier zu spielen; angeleitet und inspiriert durch ihren Vater, einen Stride-Pianisten und seine enorme Schellackplattensammlung, war sie sehr früh mit den Klassikern und Standards der Jazzgeschichte vertraut. Sie selbst sieht sich in erster Linie in der Tradition von Carmen McRae und Nat King Cole. Gekennzeichnet wird Diana Krall durch die enorme Präsenz ihres Vortrags und ihrer kultivierten Artikulation, sie verbindet ein dezent laszives Timbre mit einer eleganten, reservierten Erscheinung zu einem zeitgemäß nonchalanten Stil, der sie unverwechselbar macht. Mittlerweile besteht ihre Diskographie neben den bislang neun Albenveröffentlichungen - nahezu ausnahmslos Welterfolge, häufig produziert von Tommy LiPuma - auch aus der aktuellen Best-of-Compilation, vielen Beiträgen zu Soundtracks und TV-Serienhits sowie der 2002 erschienenen "Live in Paris", für die sie erneut mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Heute ist die Vocal-Jazz-Ikone nicht nur zweifache Grammypreisträgerin, sondern auch zweifache Mutter: Im Dezember 2003 heiratete sie den britischen Songwriter Elvis Costello, am selben Tag des Dezembers 2006 brachte sie Zwillinge zur Welt. Nach einer Pause bis Mitte 2007 stieg Diana Krall mit einer exklusiven US-Tour und einigen ausgewählten Auftritten in Brasilien und Argentinien wieder an der Stelle ein, an der sie die Szene verlassen hatte: ganz oben, an der Spitze.
Diana Krall (Piano, Gesang)
Jeff Hamilton (Drums)
Robert Hurst (Bass)
Anthony Wilson (Gitarre)

Zu den unbestritten größten Jazz-Vokalistinnen unserer Zeit gehört Dianne Reeves: Ihre unverkennbare Altstimme, das ihr eigene, unverwechselbare Changieren zwischen jazziger Phrasierung und souliger Emotionalität sowie die enorme Bandbreite ihrer expressiven Qualitäten machen sie zu einer kompletten Künstlerpersönlichkeit, die oft, und eben auch zu Recht in einem Atemzug mit ihren großen Vorbildern wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald und - allen voran - Sarah Vaughan genannt wird. Es ist bezeichnend, dass Dianne Reeves die erste Künstlerin war, die 1987 von der reaktivierten Label-Legende Blue Note Records unter Vertrag genommen wurde. Bereits viermal wurde sie mit dem Grammy ausgezeichnet, als einzige Sängerin überhaupt konnte sie in drei Jahren in Folge den begehrten Preis entgegennehmen: 2001 für "In the Moment", ihre erstes Live-Album, 2002 für "The Calling" und 2003 für "A Little Moonlight". Auch für ihren Soundtrack für "Good Night, and Good Luck" von und mit George Clooney erhielt Dianne Reeves einen Grammy. Sie war auf Tour mit Harry Belafonte und Sergio Mendes, arbeitete mit so renommierten Jazz-Musikern wie Herbie Hancock, McCoy Tyner, Wynton Marsalis und Roy Hargrove sowie Star-Producern wie Quincy Jones, Arif Mardin oder George Duke - der ihr Cousin ist - zusammen und hatte Auftritte bei der Schlusszeremonie der Olympischen Winterspiel in Salt Lake City oder in der TV-Serie "Sex and the City". Auch ihr Anfang April auf Blue Note erschienenes, aktuelles Album "When You Know" zeigt Dianne Reeves wieder von ihrer besten Seite.
Dianne Reeves (Gesang)
Peter Martin (Piano)
Peter Sprague (Gitarre)
James Genus (Bass)
Kendrick Scott (Drums)

Als 1997 "Baduizm" erschien, war das Debütalbum von ERYKAH BADU die Geburtsstunde von Neo-Soul. In einer Situation, in der das Image der toughen Gangsta-Bitch noch das einzige zur Verfügung stehende role-model-Angebot für junge Afroamerikanerinnen im Showbusiness gewesen ist, hat ERYKAH BADU im Handumdrehen eine Figur rehabilitiert, die zwar nicht neu war, aber etwas in Vergessenheit geraten einen erfrischenden Standpunkt darzustellen vermochte: als Modernisierung einer klassischen Souldiva war ERYKAH BADU Inszenierung als Lady mit Format dem bis dahin gültigen Leitbild, dem ewigen Schulmädchencharme von Lil' Kim und Konsorten, ganz offensichtlich überlegen: next level, einfach der reifere Entwurf. Binnen kurzer Zeit erreichte "Baduizm" fünffachen Platinstatus in den USA, die Singleauskopplung "On & On" war ein Welthit - insgesamt zwei ihrer mittlerweile vier Grammyauszeichnungen trugen ihr diese Debütveröffentlichungen ein. Dessen ungeachtet hat sich ERYKAH BADU nie damit zufrieden gegeben, einmal Erreichtes zu repetieren oder sich anderweitigen Marktanforderungen zu unterwerfen: "Für mich ist nur mein Vorgängeralbum wichtig, denn daran messe ich mich. Wo stand ich letztes Mal? Wie kann ich es schaffen, von dort aufs nächste Level zu gelangen?" Dementsprechend veröffentlicht sie in einem wohldosierten Abstand von drei bis fünf Jahren jeweils Alben, in denen man in den langen Wartezeiten, die zwischen ihnen liegen, reichlich Material findet, das bei erneutem Hören immer wieder bislang unentdeckte Ebenen entfaltet. "Bag Lady", die Singleauskopplung aus ihrem zweiten Studioalbum "Mamas Gun", enterte Ende 2000 die Top Ten der US-Billboard-Charts, das Album wurde dreimal mit Platin ausgezeichnet. "Worldwide Underground" markierte drei Jahre später die nächste Station in der Entwicklung von ERYKAH BADU: das überraschend experimentell ausgefallene, als EP vermarktete Album trägt den Charakter einer Jam-Session, deren zehn Songs als solche zwar lesbar bleiben, aber ineinander übergehen. Rückblickend lassen ihre Studioalben erkennen, wie ERYKAH BADU das Feld von hinten aufgerollt hat: auf "New Amerykah: Part One (4th World War)" - dem jüngst erschienenen ersten Teil ihrer für 2008 angekündigten Release-Kampagne - ist sie bei einem lupenreinen state-of-the-art-HipHop angekommen, für den sie mit den Keyproducern des Conscious HipHop zusammengearbeitet hat: Madlib, 9th Wonder, Amir "?uestlove" Thompson (The Roots), OmMas Keith, Taz Arnold und Shafiq Husayn vom Producer-Kollektiv Sa-Ra, Mike "Chav" Chavarria, aber auch Produzentenlegende James Poyser waren an der Produktion beteiligt. Das vielschichtige neue Album ist - neben einer Vielzahl von Themen und Referenzebenen - deutlich geprägt durch die Tatsache, dass BADU die Segnungen der digitalen Produktionsmittel für sich entdeckt hat: weite Teile der Rohfassungen der neuen Songs entstanden auf ihrem Laptop, das mittlerweile zum unentbehrlichen Begleiter geworden ist. Darüber hinaus waren auch Musiker wie Roy Hargrove, Bilal oder Omar Rodríguez-López von The Mars Volta für "New Amerykah: Part One (4th World War)" im Studio. Einmal mehr überrascht BADU mit einem im besten Sinne ungewöhnlichen Album, dessen meinungsstarke Statements, messerscharfe Produktion und einmaliger Vortrag einen großen Abstand zur Schar der Nachahmerinnen aufzuweisen hat. Kennzeichnend für BADUs Produktionsweise ist, dass das Aufgreifen unterschiedlicher Fäden der Popmusik wie Jazz, Soul, R&B oder HipHop nicht zum Selbstzweck gerät und in Beliebigkeit mündet, sondern zur stets neuen Ausformulierung ihrer jeweils erweiterten Selbstbestimmtheit genutzt werden: ein Eklektizismus mit Methode gewissermaßen. Es ist alles andere als ein Zufall, dass die Wertschätzung, die diesen herausragenden Studioalben entgegengebracht wird, von ihrem 1997 erschienenen "Live"-Album noch übertroffen wird: selten waren die Live-Qualitäten einer Künstlerin offensichtlicher als auf diesem Meilenstein der Konzertmitschnitte - "Tyrone", diese ultimative Absage an alle Goldkettchen-Macker und deren Cousins, stellt den Höhepunkt dieser Sternstunde dar und gehört nach wie vor zu den bekanntesten Songs von ERYKAH BADU. Nach der erfolgreichen Veröffentlichung der auf dem aktuellen Album lediglich als Bonustrack zu findenden Single "Honey", eines klassisch bouncenden Party-Tracks als Hybrid aus Soul- und HipHop-Elementen, stehen ERYKAH BADU erneut alle Türen weit offen. Einen Ausblick auf 2008 entwickelte jüngst Sven Beckstette in der FAZ: "Das Gegenstück 'Return of the Ankh' folgt voraussichtlich im Sommer und soll wesentlich emotionaler und empfindsamer ausfallen als sein beklemmender und nüchterner Widerpart. Doch auch mit diesem Diptychon ist es für BADU noch nicht getan. In den nächsten zwölf Monaten plant sie außerdem eine weitere live eingespielte Studioplatte und will auch das Debüt ihres Nebenprojektes Edith Funker herausbringen, bei dem unter anderen Wendy & Lisa aus dem Umfeld von Prince mitmachen. Trotzdem steht so viel bereits fest: 'New Amerykah: Part One' ist Badus bislang komplexeste und substantiellste Platte, die ihre volle Wucht langsam, dafür umso gewaltiger entfaltet. Und wenn sie ihre ehrgeizigen Veröffentlichungstermine tatsächlich einhalten sollte, dann könnte das Hip-Hop-Jahr 2008 ganz im Zeichen dieser Sängerin stehen. Nicht die schlechtesten Aussichten für das konformistische Rap-Geschäft also. BADUs eigenwillige Ein-Frau-Untergrund-Bewegung streut jedenfalls schon jetzt ordentlich Sand in das seit langem viel zu gut geschmierte Getriebe von Hip-Hop und Rhythm & Blues."
Erykah Badu (Gesang)
Keisha Williams (Background Vocals)
Koryan Wright (Background Vocals)
Rachal Yahvah (Background Vocals)
James Clemons (Percussion)
RC Williams (Keyboard)
Stephen Bruner (Bass)
Michael Feingold (Gitarre)
Lamont Taylor (Drums)
Rashad Smith (DJ)
Dwayne Kerr (Flöte)

Bereits in frühster Kindheit beschäftigt sich ESPERANZA SPALDING intensiv mit Musik: Die 1984 in Portland geborene Bassistin, Sängerin, Komponistin und Bandleaderin hat im Alter von 4 Jahren mit der Violine begonnen, heute ist der Kontrabass ihr Instrument. Mit 16 wurde ihr bewusst, das ihr Engagement in einem lokalen Orchester, dem sie 10 Jahre angehörte, ihre musikalischen Fähigkeiten und Interessen nicht mehr auszufüllen vermochte: statt klassischer Musik wurde Jazz zum Bezugspunkt ihrer Arbeit, der Bass ihr erstes Ausdrucksmittel. Kurz darauf zieht sie an die Ostküste und schreibt sich in Boston am renommierten Berklee College of Music ein, mit 20 Jahren wird sie als jüngstes Mitglied aller Zeiten in den dortigen Lehrkörper aufgenommen. ESPERANZA SPALDING hat seitdem bereits mit Musikern wie der Sängerin Patti Austin, dem Gitarrist Pat Metheny, den Bassisten Charlie Haden und Stanley Clarke, dem Pianist Michel Camilo, dem Vibraphonisten Dave Samuels und den Saxophonisten Donald Harrison und Joe Lovano gearbeitet. Außerdem beginnt sie, ihre Kompositionen auch selbst zu singen. 2006 erscheint mit "Junjo" ihr Debütalbum auf dem kleinen spanischen Label Ayva. ESPERANZA SPALDING ist weltweit bereits auf zahlreichen Festivals und in ausgewählten Clubs in den USA, in Kanada, Großbritannien, Brasilien und der Schweiz aufgetreten. Ihre Jazz-Vision wird stark von Latin- und Brasil-Einflüssen geprägt, Ben Ratliff, der Jazz-Kritiker der New York Times beschreibt die Erfahrung eines Spalding-Konzerts so: "leicht, schwebend, melodisch, fröhlich und stets etwas minimalistisch." Aktuell steht ihr internationales Debüt auf Heads Up zur Veröffentlichung an, das auch eine spanische Version von "Body & Soul" enthält, die eine für ESPERANZA SPALDING charakteristische Herausforderung darstellt: "Cuerpo Y Alma" ist im 5/4-Takt gehalten, die spanischen Lyrics erfordern eine der gewohnten Intonation gegenläufige Betonung auf der vorletzten Silbe.
Esperanza Spalding (Gesang, Kontrabass)
Otis Brown (Drums)
Leo Genovese (Piano)
Ricardo Vogt (Gitarre)

Alles bleibt anders. Durch die Zusammenarbeit mit Sprechern, Tänzern und Choreographen unterliegt das Programm des FMT einem steten Wandel. Neue Stücke aus eigener Feder ergänzen das individuelle Repertoire des Trios mit Heiko Gierings am Bariton-Saxophon, Georg Bomhard am Kontrabass und Thorge Pries am Schlagzeug.
Heiko Gierings (Bariton-Saxophon)
Georg Bomhard (Kontrabass)
Thorge Pries (Schlagzeug)

Als Gewinner des renommierten Jazz-Preises Baden-Württemberg 2008 ist BODEK JANKE momentan in aller Munde. Doch bereits vor dieser Auszeichnung war der international gefragte Schlagzeuger und Perkussionist kein unbeschriebenes Blatt mehr, auch hierzulande nicht: 2007 konnte man BODEK JANKE bei den BW-Bank jazzopen erleben - als vitale, pulsierende Energiequelle legte er seine rhythmischen Pattern und Netze beim Auftritt des famosen Kristjan Randalu Quartets im BIX Jazzclub aus. Der 1979 in Warschau geborene Ausnahmekünstler pendelt seit Jahren zwischen Deutschland, New York, Osteuropa und Asien. Er hatte Auftritte in der New Yorker Carnegie Hall, im Kulturpalast in Warschau, im Conservatoire Supérieure des Arts in Paris und in der Großen Philharmonie im kasachischen Almaty, aber auch in legendären New Yorker Jazzspots wie der Knitting Factory oder der 55 Bar. Nachdem er bereits als Vierjähriger Klavierunterricht erhalten hat, wechselt er sechs Jahre später zunächst zum Orchester-Schlagzeug, bevor er mit 14 Jahren zu seinem bestimmungsgemäßen Instrument, dem Drumset, gelangt. Während seiner Ausbildung am Badischen Konservatorium in Karlruhe nimmt er an zahlreichen Wettbewerben teil, die er regelmäßig mit Auszeichnung abschließt. Ein Livekonzert mit dem Schlagzeuger und Perkussionisten BODEK JANKE und seiner Band GLOBAL.DANCE.KULTURE gleicht einer Reise durch die verschiedensten Kulturen unseres Planeten.
Bodek Janke (Drums, Percussion)
Philipp Bardenberg (Bass)
Roland Peil (Percussion)
Inga Lühning (Gesang)
Kristjan Randalu (Piano)
Kim Efert (Gitarre, Mandoline)
Florian Wolpert (Didgeridoo, Flöte, Saxophon)
Stephan Braun (Cello)
Clemens Orth (Keyboard, Gesang)

Dafür, dass der Name Dulfer einen guten Klang in der Welt des Jazzsaxophons hat, gibt es gleich zwei Ursachen: Der 1940 geborene HANS DULFER ist in seiner Heimat Amsterdam bereits seit Jahrzehnten eine Legende. Sein undogmatischer Jazz-Zugang macht ihn unverwechselbar – der Tenorist kennt keine Scheuklappen und gilt als Meister des Crossovers, der auch Funk, HipHop, Punk und andere Genres in sein Spiel einfließen lässt. Aber nicht nur in den Niederlanden ist HANS DULFER bekannt, auch international feiert er große Erfolge: Besonders in Japan, wo seine Auftritte einer Riesenparty gleichen, erfreut er sich großer Beliebtheit. Insofern ist es kaum verwunderlich, dass seine Tochter sich rasch zu einer weltweit gefeierten Alt-Saxophonistin entwickeln konnte: CANDY DULFER spielte einst Seite an Seite mit ihrem Mentor und Vorbild Maceo Parker in der Bläsersektion der Band von Prince. Bereits 1990 machte die Saxophonistin mit ihrem Album „Saxuality“ international Furore, es folgten Live-Auftritte mit Pink Floyd und Studioaufnahmen mit Aretha Franklin. Ihr neues, gemeinsames Projekt ist eine hochenergetische Non-Stop-Performance, ein einzigartiges Konzept, das nicht auf einer festgeschriebenen Setlist oder einzelnen Songs beruht, sondern mit den Kräften zwischen den beteiligten Musikern und ihrem Publikum arbeitet. Jede ihrer Shows ist einzigartig: eine aufregende Mischung aus den Beats und Breaks von DJ Kikke, dem jazzigen Kontrabass von Eric Barkman, den Rap-Vocals von MC John Helder und natürlich dem markanten Tenorsaxophon von HANS DULFER sowie den funkigen Alto-Licks von CANDY DULFER. Ihr Auftritt bei den BW-Bank jazzopen ist eine besondere Gelegenheit für alle Jazzfans, diese beiden großartigen Saxophonisten auf einer Bühne zu erleben – was außerhalb der Niederlande bisher kaum vorgekommen ist.
Hans Dulfer (Tenorsaxophon)
Candy Dulfer (Altsaxophon)
Eric Barkman (Kontrabass)
MC John Helder (Gesang)
DJ Kikke (Beats & Breaks)

Die 1952 in New York geborene Künstlerin absolvierte zunächst eine klassisch orientierte Pianoausbildung, bevor sie in den 70er Jahren mit einer Bluesband in den USA unterwegs war. Nachdem sie Mitte der 70er zwei Studioalben veröffentlicht hatte, ergaben sich Auftrittsmöglichkeiten in den großen Hotels von Las Vegas und diversen TV-Shows: kurze Zeit später gastierte sie in den renommiertesten Musikclubs der US-Metropolen. Als sie 1978 anlässlich ihrer ersten Europa-Tournee auch Deutschland besuchte, kam es zu einer Neuorientierung: ihre erste deutsche Produktion "Helen Schneider live in Hamburg" entwickelte sich rasch zu ihrem bis dato erfolgreichsten Album, es folgten eine Tour mit Udo Lindenberg und zahlreiche Einladungen in "Bios Bahnhof", wo sie ihren ersten Auftritt in Deutschland überhaupt hatte. HELEN SCHNEIDER war auch die erste westliche Künstlerin, die im Ostberliner Palast der Republik in der damaligen DDR aufgetreten ist. Ihre beiden Alben dieser Zeit - "Crazy Lady" und "Helen Schneider with The Kick" wurden von Publikum und Kritik gleichermaßen begeistert aufgenommen: "Rock'n'Roll Gypsy" war ein Top-Ten-Hit in den deutschen Charts, HELEN SCHNEIDER wurde 1981 vom Musikmarkt zur besten Sängerin gekürt, im Jahr darauf nahm sie als erste internationale Künstlerin den Preis 'Sängerin des Jahres' der Deutschen Phono-Akademie entgegen. 1987 entdeckte HELEN SCHNEIDER ihre Liebe zum Musical: sie brillierte als Sally Bowles in "Cabaret" an der Seite von Hildegard Knef im Theater des Westens in Berlin und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass diese Inszenierung als eine der herausragenden in der jüngeren Geschichte des Hauses gilt. Seit dieser Zeit ist sie eine gefragte Musicaldarstellerin und war in Erfolgen wie "Sunset Boulevard" von Andrew Lloyd Webber zu sehen. Sie lebte für einige Jahre wieder in New York, später längere Zeit in Südfrankreich. 1996 ein Duett mit Andrea Bocelli für Eberhard Schoeners "Short Opera"-CD auf. Daraus entwickelte sich 1998 eine Zusammenarbeit für den Abschiedssong zur ZDF-Kult-Serie "Derrick", die Schoener seinerzeit musikalisch betreute. In den Jahren 1999 bis 2001 spielte sie die Eva Perón in den Musical "Evita" bei den Bad Hersfelder Festspielen. Nach der Veröffentlichung von "A Walk on the Weill Side" mit Liedern von Kurt Weill und Stephen Sondheim, mit dem sie seit 1989 häufiger auftrat, war HELEN SCHNEIDER zwischen 2003 und 2005 mit ihrer One-Woman-Show "A Voice And A Piano", die einen Querschnitt ihres bisherigen musikalischen Lebens bietet, auch im deutschsprachigen Raum wieder auf Tournee. 2005 und 2006 gab sie in Deutschland einige Konzerte mit dem Bandprojekt M'Jobi, bestehend aus Mini Schulz am Bass, Jo Ambros an der Gitarre und Meinhard "Obi" Jenne am Schlagzeug. Mit ihrem 2007 veröffentlichten Album "Like a Woman", das vorwiegend Interpretationen populärer amerikanischer Songwriter enthält, knüpft sie wieder an ihr musikalisches Schaffen der 1970er Jahre an. HELEN SCHNEIDER lebt seit Ende 2006 in Berlin und arbeitet momentan an einem neuen Projekt: ein von Till Brönner produziertes Jazz-Album soll noch zur Mitte diesen Jahres auf Edel Records erscheinen.
Helen Schneider (Gesang)
Jo Ambros (Gitarre)
Mini Schulz (Bass)
Obi Jenne (Drums)

Der 39-jährige JAMES CARTER ist bereits seit rund 15 Jahren eine der treibenden Kräfte der heutigen Jazzszene. Im Unterschied zu den meisten Jazz-Saxophonisten beherrscht CARTER die ganze Palette der Saxophone, nämlich Bass-, Bariton-, Alt-, Tenor-, Sopran- und F-Mezzo-Saxophon. Darüber hinaus spielt er Bass-Klarinette. Anfang April erschien sein aktuelles Album "Present Tense" bei Emarcy.
James Carter (Saxophone)
Curtis Taylor (Trompete)
Gerard Gibbs (Piano)
Ralphe Armstrong (Bass)
Leonard King (Drums)

Der 1962 geborene Australier gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Jazzszene. JAMES MORRISON ist ein Multi-Instrumentalist, der zwar seine größte Popularität als Trompeter erfährt, aber auch Posaune, Euphonium, Flügelhorn, Saxophon und Klavier beherrscht. In seiner Heimat ist er ein Superstar, der sich außerdem intensiv in der Nachwuchsförderung engagiert; dem deutschen Publikum wird er mit dem Bandprojekt On The Edge am besten geläufig sein, einer Zusammenarbeit mit dem Keyboarder und Komponisten Simon Stockhausen. Den ersten bleibenden Eindruck auf internationalem Parkett hinterlässt der siebzehnjährige MORRISON mit einem atemberaubenden Konzert beim Monterey Jazz Festival. Auch mit seinen Auftritten bei den großen Festivals in Europa wie dem Montreux Jazz Festival oder dem North Sea Jazz Festival wird James Morrison begeistert aufgenommen. Publikum und Kritiker loben ihn in den höchsten Tönen, aber auch seine Musikerkollegen wissen ihn zu schätzen, was Gastauftritte mit Cab Calloway, Dizzy Gillespie, Woody Shaw, George Benson, Ray Charles, B.B. King, Ray Brown, Lalo Schifrin, Frank Sinatra, Quincy Jones, Wynton Marsalis und anderen Größen belegen. Seine eigenen Kompositionen entstehen bevorzugt auf Reisen, dennoch wirken seine Arbeiten erstaunlich kohärent: oftmals sind sie im Big-Band-Sound eines Don Ellis arrangiert, manchmal aber auch in kleinerer Besetzung realisiert. Das Attribut 'funky' wirkt nicht deplatziert: dem Groove scheint in der Musik von JAMES MORRISON die Position einer Schlüsselfrage zuzukommen. Bemerkenswert ist auch die Virtuosität, mit der er bei Live-Auftritten Soli im fliegenden Wechsel seines Instrumentariums vorträgt-seinen Kollegen und dem Publikum bleibt beim Anblick solcher Kabinettstückchen von 'Mr. Multi' regelmäßig die Luft weg. "JAMES MORRISON ist eine genauso sichere Wette auf Jazz-Superstar-Status wie es Wynton Marsalis 1981 gewesen ist", befand Leonard Feather im führenden Jazz-Magazin Down Beat. Nur selten ist er hierzulande anzutreffen, im Sommer 2008 kommt er für einige wenige Konzerte nach Europa: neben seinem Auftritt bei den BW-Bank jazzopen steht noch eine Einladung nach Montreux an, wo MORRISON in einer All-Star-Band zum 75. Geburtstag von Quincy Jones zu erleben sein wird. In Stuttgart eröffnet JAMES MORRISON die Clubkonzert-Schiene der BW-Bank jazzopen im BIX Jazzclub mit einem seiner wenigen Deutschlandkonzerte.
James Morrison (Trompete, Posaune, Euphonium, Flügelhorn, Saxophon, Klavier)
Brian Kellock (Piano)
Dane Alderson (Bass)
Andrew Fisenden (Drums)

Jazz - das ist Bewegung. Und so geht es auch an diesem Sonntagmorgen in der Arena des Mercedes-Benz Museums ziemlich beschwingt zu: Kinder, die im Takt der Musik wippen, Eltern, die selig in ihrem Milchkaffee rühren, und auf der Bühne einige leidenschaftliche Jazzmusiker, die mit dem Publikum das Tigerlied einstudieren, Instrumente vorstellen und mit Musikbausteinen improvisieren. Unbedingt etwas zum Rasseln mitbringen - und wer bisher noch nicht wusste, wie man richtig mitschnippst, weiß es spätestens nach diesem Konzert. Für diesen Erfolg sorgen Jazz-Größen des Landes Baden-Württemberg: Jazz-Preisträger des Landes Peter Lehel (Saxophon), Hochschulprofessor Mini Schulz (Kontrabass), Kinderliederkomponist und Saltacello-Bandleader Peter Schindler (Klavier) und der Jazzschlagzeuger und Akademist der Berliner Philharmoniker Obi Jenne (Drums). Dazu werden einige musikalische Gäste erwartet, die zusätzliche Instrumente vorstellen werden. Die Veranstaltung für Kinder ab 3 Jahren mit ihren Geschwistern, Eltern, Grosseltern und Freunden beginnt um 11:00 Uhr.

Die Kontrabassistin Judith Goldbach spielt mit ihrem Quartett sowohl Eigenkompositionen als auch Werke zeitgenössischer Komponisten wie Kenny Wheeler und Gary Burton. Darüber hinaus interpretiert sie traditionelle Jazzstandards und ausgewählte Kompositionen des klassischen Komponisten Bela Bartok in eigenen Arrangements. Durch die außergewöhnliche Instrumentierung des Quartetts entsteht ein besonderer Klang, der gleichermaßen transparent wie energievoll ist und viel Raum für kreative Interaktion lässt.
Andreas Pompe (Saxophon)
Claus Kießelbach (Vibraphon)
Judith Goldbach (Kontrabass)
Kristof Körner (Schlagzeug)

Eröffnet wird der Abend auf dem Pariser Platz von dem in Heidelberg lebenden Amerikaner KARL FRIERSON, der als Frontmann der Gruppe DePhazz zu den wichtigen deutschen Soulkünstlern zählt. Ob er vor 10 000 Zuschauern bei der Eröffnung der SAP Arena in Mannheim singt, mit Seal oder Thomas Gottschalk auf der Bühne steht oder eine spontane A-cappella-Performance in einem Restaurant gibt - stets fesselt der Sänger mit seinen Entertainer-Qualitäten. KARL FRIERSON und seine Band Soulprint wollen bei ihren Gigs Gefühle und Ansichten austauschen, und wer sie bei ihren Auftritten erlebt hat, weiß was damit gemeint ist: Offenheit, Herzlichkeit und Wärme. "It's great if you have a Vorstellung wie ein Sound klingen muss", um es mit den Worten von KARL FRIERSON zu sagen. Und den hat er mit seinem Debütalbum gefunden: "Soulprint" ist gleichermaßen leicht und schwer, fröhlich und traurig, dabei stets harmonisch, optimistisch, voller Liebe und wunderschön. Man merkt, die Musik kommt von Herzen, tief aus der Seele. Elegant. Stilvoll. Jazzy. Groovig. Soulig. Und es wird Spuren hinterlassen. KARL FRIERSON. He's the man.
Karl Frierson (Gesang)
Dorino Goldbrunner (Drums)
Rainer Scheithauer (Keyboard)
Werner Acker (Gitarre)
Bernd Windisch (Bass)
Irina Milovanova (Gesang)
Dorota Szczena (Gesang)
Igor Rudytskyy (Trompete)
Andrey Zaychikov (Saxophon)

Das Trio KLIMA KALIMA spielt Eigenkompositionen, die viel Freiraum für Dialog und Improvisation lassen. Beim Berliner Jazzfest trat Kalle Kalima, der Gitarrist der Band, als erster Künstler in der Festivalgeschichte an vier Abenden auf - mit vier unterschiedlichen Formationen. Anfang 2008 wurden KLIMA KALIMA in Mannheim mit dem Neuen Deutschen Jazzpreis, der höchstdotierten Auszeichnung ihrer Art in Deutschland, ausgezeichnet.
Kalle Kalima (Gitarre)
Oliver Potratz (Bass)
Olli Steidle (Drums)

Die 25-jährige Sängerin mit der Ausnahmestimme absolvierte ein Jazz-Studium in Freiburg, momentan studiert sie an der Popakademie Mannheim mit den Schwerpunkten Songwriting und Gesang. Sie ist bereits mit Künstlern wie Karl Frierson, Rolf Stahlhofen, David Hanselmann und Danny Fresh aufgetreten. Als Studiosängerin ist LAURA BELLON seit einigen Jahren auch in den Bereichen Film, Fernsehen und Radio tätig.
Laura Bellon (Gesang)
Martin Rott (Drums)
Markus Ganter (Bass)
Michael Vajna (Piano)
Dee Rosario (Gitarre)
Franziska Benkert (Backingvocals)
Joe Falk (Backingvocals)

Zu den großen Überraschungen der aktuellen Jazzszene zählt die französische Formation LE SACRE DU TYMPAN: hierzulande selbst für Experten noch ein Geheimtipp, wird die Bigband um den Bassisten Fred Pallem in Frankreich bereits als die Entdeckung der letzten Jahre gefeiert. Die Mitglieder des vielköpfigen, unkonventionellen Orchesters haben sich an der Pariser Musikhochschule zusammengefunden und spielen präzise ausgeführte Kompositionen zwischen Strawinsky und Techno-Grooves, zwischen Charles Mingus und Frank Zappa. Der studierte Musiker Fred Pallem, Jahrgang 1973, ist wie viele Kinder seiner Zeit mit Pop- und Rockmusik aufgewachsen und hat dann zum Jazz gefunden. Mit seiner erfrischend tabulos agierenden Bigband bewegt er sich zwischen Jazz, Rock, Filmscores und der Salon- und Tanzmusk der Belle Époque. Mit ihren stilistischen Achterbahnfahrten durch Höhen und Niederungen der Populär- und Kunstmusik gibt sie dem europäischen Jazz auf humorvolle Weise neue Wendungen. Pallem ist stark von André Popp beeinflusst, einem Schüler von Olivier Messiaen und Grenzgänger zur Popmusik, der mit seiner musikpädagogischen Produktion "Piccolo, Sax & Co" auch in Deutschland bekannt wurde. Popps Arbeiten für Bigband legen die Spur für den Sound von LE SACRE DU TYMPAN, der an Unterhaltungsgassenhauer der 50er und 60er Jahre in Schräglage erinnert, deren Perry-Como-Arrangements aus den vertrauten Fugen geraten. Im Herbst 2006 erscheint das Album "Fred Pallem & Friends present: Le Sacre Du Tympan (Le Retour!)", das sich in Frankreich sehr gut verkauft.
Fred Pallem (E-Bass)
Sylvain Lemetre (Percussions)
Aude Challeat (Flöte)
Remi Sciuto (Saxophon)
Renald Vilotteau (Trombone)
Danial Zimmermann (Trombone)
Julien Chirol (Trombone)
Fabrice Martinez (Horn)
M. Amey (Saxophon)
M. Boublil (Keyboard)
M. Couderc (Saxophon)
M. De Pourquery (Gesang)
M. Feugère (Horn)
M. Magne (Gitarre)
M. Paquereau (Gesang)
M. Payen (Horn)
M. Theuillon (Saxophon)
M. Turi (Drums)

Der Auftritt des US-amerikanischen Rocksängers, Musikers, Songwriters und Musikproduzenten LENNY KRAVITZ steht unter dem Motto „It Is Time For A Love Revolution“, dem auch sein mittlerweile achtes Studioalbum, das Anfang Februar 2008 veröffentlicht wurde, gewidmet ist. Der Mediendienst teleschau vermeldete dazu im Dezember 2007: „In den Jahren 1999 bis 2002 hielt er mit vier Grammys und zahlreichen anderen Awards den Rekord als der Musiker mit den meisten Top-Platzierungen in der Kategorie ’Bester männlicher Rocksänger’. Vor drei Jahren veröffentlichte LENNY KRAVITZ sein letztes Album ’Baptism’. Doch das Warten hat ein Ende. Der Rockwomanizer meldet sich mit neuem Album zurück. Am 01. Februar 2008 wird sein achter Longplayer ’It Is Time For A Love Revolution’ erscheinen. KRAVITZ will weltweit zur Liebesrevolte aufrufen und plant zudem eine zweijährige Tournee. Einen Live-Vorgeschmack auf sein neues Album gibt KRAVITZ zunächst an Silvester. Bei der NBC-Show ’New Years Eve with Carson Daly’ wird er in der Silvesternacht auf dem New Yorker Times Square auftreten.“ Seit 18 Jahren ist der Multiinstrumentalist mittlerweile im Geschäft, Dutzende seiner Welthits wie „Fly Away“ oder „Are You Gonna Go My Way“ haben den Weg in die Hitparaden gefunden: LENNY KRAVITZ hat sich nicht nur als Marke selbst erfunden – sowie andere produziert und mit Songs beliefert wie Madonna, Vanessa Paradis, Mick Jagger und Aerosmith –, sondern gehört zu den Ausnahmemusikern unserer Zeit, deren Musik und Botschaft zeitlos aktuell bleiben. Nicht umsonst zählt Jimi Hendrix zu den MySpace-Freunden von LENNY KRAVITZ.
Lenny Kravitz (Gesang)
George Laks (Keyboard)
Craig Ross (Gitarre)
Anthony Breit (Bass)
Franklin Vanderbilt (Drums)
Michael Hunter (Trompete)
Harlod Todd (Saxophon)
Karl Denson (Trompete)

Mit LEVEL 42 ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Formationen der 80er Jahre zu Gast. Die britische Band zählt zur ersten Generation der New-Wave-Funk-Bands, in ihren Songs trifft diese Konstellation auf hochmelodische Strukturen, bei gelegentlichen Instrumentalstücken zeigen sich aber auch deutliche Einflüsse aus dem Jazz. Im Zentrum des LEVEL 42-Sounds steht der Sänger und Bassist Mark King, dessen Slap-Bass-Spiel zum Markenzeichen der Band wurde. Der Name LEVEL 42 wurde in Anlehnung an Douglas Adams Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" gewählt. Seit ihrer Gründung Anfang 1980 veröffentlichten sie 14 Studioalben, etliche Top-Hits wie "Running in the Family", "Hot Water" oder "Lessons in Love" und verkauften mehr als 30 Millionen Alben weltweit. Darüber hinaus erarbeiteten sich LEVEL 42 durch ausgedehnte Tourneen den Ruf einer fulminanten Live-Band. Nach einigen Umbesetzungen im Verlauf ihrer Karriere ist die Formation mit der Veröffentlichung von "Retroglide" im Oktober 2006 nahezu in Original-Besetzung zu hören: mit Mark King, Mike Lindup und Rowland 'Boon' Gould waren Dreiviertel des ursprünglichen Quartetts zugegen, dazu mit Gary Husband der langjährige Drummer der Band. Der Auftritt von LEVEL 42 bei den BW-Bank jazzopen ist ihr einziges Deutschlandkonzert in dieser Festivalsaison.
Mark King (Gesang, Bass)
Gary Husband (Drums)
Mike Lindup (Keyboard/Gesang)
Nathan King (Gitarre/Gesang)
Sean Freeman (Saxophon)

Die Liste der Musiker, mit denen der französische Schlagzeuger und Perkussionist bereits gearbeitet hat, liest sich wie ein Who's Who des Weltstars der Pop-, Rock- und Jazzmusik: Peter Gabriel, Sting, Joni Mitchell, Dire Straits, Simple Minds, Tears for Fears, Jan Garbarek, Joe Satriani, Tracy Chapman, Joan Armatrading, Al di Meola, Jeff Beck, Tori Amos, Youssou N'Dour, Manu Dibango, Gloria Estefan, Stephan Eicher und viele andere haben - oft mehrfach - auf die Dienste von MANU KATCHÉ zurückgegriffen, sowohl auf der Bühne als auch im Studio. Das kommt nicht von ungefähr: Schon in jungen Jahren am Klavier geschult, lernt KATCHÉ mit 14 Jahren das Schlagzeug als das Instrument kennen, für das er durch seine Fähigkeiten, Melodie und Rhythmus zu verbinden, oder besser: als Gegensätze gegeneinander transparent zu machen, tatsächlich prädestiniert war. Nachdem er dieses enorme Talent mittels eines Studiums für klassische Perkussion geschärft hatte, ließen die ersten Engagements nicht lange auf sich warten: 1985 von Peter Gabriel entdeckt und als jahrelanger Begleiter für seine Studioaufnahmen und Livebands verpflichtet, war KATCHÉ rasch für seine filigranen, plastischen Grooves bekannt. Als Manfred Eichers seit Jahrzehnten tonangebendes ECM-Label 1989 sein 20jähriges Jubiläum feierte und aus diesem Anlass einige hochkarätige Konzerte in Paris veranstaltete, lud der Produzent den französischen Schlagzeuger ein. KATCHÉ ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und trat im Trio mit Jan Garbarek und dem indischen Geiger Shankar auf. Garbarek war sofort von KATCHÉS Spielweise begeistert und lud ihn dazu ein, Mitglied seiner Band zu werden. Mit Garbarek nahm MANU KATCHÉ seitdem die Alben "I Took Up The Runes", "Ragas And Sagas", "Twelve Moons", "Visible World" und "In Praise Of Dreams" auf. Mit der Veröffentlichung von "It's About Time" reüssierte KATCHÉ 1992 als Leader einer eigenen Band. Seit 2005 veröffentlicht er selbst auf ECM: für "Neighbourhood", aufgenommen mit Jan Garbarek, Marcin Wasilewski und Slawomir Kurkiewicz, erhält er den 'Preis der deutschen Schallplattenkritik' für das 'Jazz-Album des Jahres 2006'. Für die Aufnahmen seines aktuellen Albums "Playground" hat sich die Besetzung der Combo leicht verändert: Der norwegische Saxophonist Trygve Seim übernimmt die Position von Garbarek und erhält mit seinem Landsmann, dem Trompeter Mathias Eick, einen Mitspieler, der nicht nur gelegentlich im Ensemble von Seim auftritt, sondern auch bereits einige andere Produktionen mit Seim zusammen bestritten hat, etwa 2004 die Aufnahmen zum ECM-Album "Northbound" des finnischen Pianisten und Harfenisten Iro Haarla. Bereits seit mehr als 15 Jahren ein Team sind die beiden polnischen Bandmitglieder Marcin Wasilewski und Slawomir Kurkiewicz, die seit geraumer Zeit auch eine Hälfte des Tomasz Stanko Quartet' bilden. So verfügt MANU KATCHÉ über eine Band, die von einem Netz gewachsener Verbindungen profitiert. die Polen Wasilewski und, Eick und Seim haben als Norweger ebenfalls bereits oft zusammengearbeitet. Live entfaltet dieses Quintett eine immense Dynamik: KATCHÉS agile Rhythmen, die dichten Pattern und pulsierenden Beats geben den Bläsern Auftrieb und ziehen Piano und Bass in einen tiefen Groove hinein.
Manu Katché (Drums)
Mathias Eick (Trompete)
Tore Brunborg (Saxophon)
Marcin Wasilewski (Piano)
Slawomir Kurkiewicz (Bass)
Serge Babkine (Sound)
Reno Di Matteo (rm)

Mit seinem Solo-Projekt entfaltet der als Schlagzeuger für Manumatei, Fola Dada, Fetsum und Cassandra Steen bekannte Stuttgarter Musiker eine neue Facette seiner Persönlichkeit: als Sänger und Songwriter wandert MATTEO CAPREOLI musikalisch von Soul zu Pop, von Reggae zu Hip Hop, von Jazz zu Funk. Einen zusätzlichen Dreh erhält sein ganz eigener Oldschoolsound durch die deutschsprachigen Texte.
Matteo Capreoli (Gesang, Gitarre, Wurlizer)
Benedikt Stehle (Drums)
Jo Brecht (Bass)
Daniele Aprile (Gitarre)
Antonio Faris (Keyboard)

Jazz, Blues und Folk sind die maßgeblichen Inspirationsquellen für die Musik der 23-jährigen Sängerin, Pianistin, Gitarristin und Songwriterin aus Philadelphia. Dadurch, dass diese Präferenzen manchem nur wenig altersgemäß und somit etwas ungewöhnlich erscheinen werden, lässt sich MELODY GARDOT nicht beirren. Sie ist schließlich auch sonst alles andere als gewöhnlich: Mit 16 hatte sie begonnen, Nebenjobs in Piano-Bars mit einem strikt an den eigenen Vorlieben orientierten, ziemlich heterogenen Programm, bestehend aus Duke-Ellington-Titeln, Nummern von The Mamas & The Papas und Radiohead-Songs, zu bestreiten. Obwohl damit bereits einiges dessen, was das Phänomen MELODY GARDOT heute ausmacht, zu Tage getreten ist - ihre Eigenwillig- und -ständigkeit, das Unangepasste ihrer Person - vertraute sie ihrer musikalischen Begabung zu diesem Zeitpunkt noch nicht komplett und begann eine Ausbildung als Modedesignerin: Die Musik sollte ein Hobby bleiben. Dieser Lebensentwurf wurde durch einen Verkehrsunfall jäh unterbrochen, bei dem sie als Fahrradfahrerin von einem Jeep erfasst wurde und schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Folgen der mehrfachen Becken-, Schädel- und Wirbelfrakturen haben bis heute Auswirkungen für die Sängerin und Pianistin: äußerliche Anzeichen davon sind ein Stock als Gehhilfe und eine Sonnenbrille, die sie vor übermäßiger Lichteinstrahlung schützt eine traumatisch bedingte Reizüberempfindlichkeit, die neben der Fotosensibilität auch Auswirkungen auf das Gehör hat und sie außerdem zwingt, mittels eines Gehörschutzes Hintergrundgeräusche auszublenden. Die von einem Neurologen empfohlene Musiktherapie hat ungeahnte Auswirkungen: Noch in der Reha-Klinik beginnt MELODY GARDOT Songs zu schreiben. Um sich jeweils an ihr Werk vom Vortag erinnern zu können, nimmt sie die Songs mit einem geliehenen Rekorder auf. Kurz darauf erscheint ihre 6-Track-Debüt-EP "Some Lessions" mit dem launisch-ironischen Untertitel "The Bedroom Sessions" und erregt einige Aufmerksamkeit: meinungsführende Radio-DJs zeigen sich beeindruckt und sorgen für Airplay, die Presse wird hellhörig. Daher auch kaum verwunderlich, dass sich für die Aufnahmen ihres hierzulande Ende März veröffentlichten Debütalbums "Woorisome Heart" ein Team von Topmusikern zusammengefunden hat: gemeinsam mit dem Grammy-prämierten Producer Glenn Barratt (der u.a. bereits für Sting, Jill Scott, Teddy Pendergrass und Diana Ross tätig war) zeichnet GARDOT selbst für die Produktion verantwortlich, für die Umsetzung konnten neben den Mitgliedern ihres Live-Trios so renommierte Musiker wie der Gitarrist Jef Lee Johnson (Billy Joel, Aretha Franklin, George Duke), der Organist Joel Bryant (Harry Connick Jr.) und der Trompeter Matt Cappy (Jill Scott) gewonnen werden. Die Instrumentierung ihres Debütalbums ist äußerst reduziert und erzeugt gerade dadurch diese knisternd aufgeladene, luxuriöse Atmosphäre, die den Bar-Jazz des 20. Jahrhunderts auszeichnet. Bereits jetzt ist von MELODY GARDOT wahlweise als der neuen Norah Jones oder Katie Melua zu lesen, aber die Vergleiche greifen zu kurz: GARDOT präsentiert ihre Songs nicht nur in einer sehr authentischen, unabhängigen Manier, sondern schreibt sie auch selbst. Auch die Verweise auf Diana Krall oder Madeleine Peyroux ergeben nur eine ungefähre Vorstellung vom Klangbild ihrer Stimme wenn überhaupt, fühlt man sich am ehesten an Billie Holiday erinnert. Herbie Hancock hat sie kürzlich eingeladen, zusammen den Joni-Mitchell-Klassiker "Edith And The Kingpin" aufzuführen und damit die Rolle einzunehmen, die auf seinem jüngst mit dem Grammy für das Album des Jahres ausgezeichneten Longplayer "River: The Joni Lettres" Tina Turner vorbehalten war. Für eine Kurz-Tournee mit drei Stationen erstmals in Deutschland, tritt MELODY GARDOT exklusiv in Süddeutschland bei den BW-Bank jazzopen stuttgart 2008 auf.
Melody Gardot (Gesang, Gitarre, Piano)
Chuck Staab (Drums, Percussion)
Ken Pendergast (Kontrabass, 8-seitige Gitarre)
Patrick Hughes (Trompete)

Nach dem sensationellen Erfolg der Zusammenarbeit von Roger Hodgson mit den Stuttgarter Philharmonikern anlässlich der BW-Bank jazzopen 2007 kommt es zu einem weiteren einmaligen Dialog: Der britische Sänger, Komponist, Arrangeur, Dirigent und Produzent wird in einem eigens für die BW-Bank jazzopen konzipierten Projekt zusammen mit den Stuttgarter Philharmonikern seine Hits aus vier Dekaden präsentieren. Mike Batt gehört zu den vielseitigsten Persönlichkeiten der Popmusik. Als Songwriter ist er für das von Art Garfunkel bekannt gemachte "Bright Eyes" verantwortlich, hat Hits für Cliff Richards, David Essex und Alvin Stardust verfasst und eigene Charterfolge wie "Lady of the Dawn", "The Winds of Change", "The Ride to Agadir" oder "Summertime City", aber auch die Titelmelodie von "Wetten, dass..?" geschrieben. Filmmusik für Kino- und TV-Produktionen stellt einen weiteren großen Teil in Batts künstlerischem Output dar: jahrelang stattete er die bekannte UK-TV-Serie "The Wombles" mit einer musikalischen Identität aus, Batt komponierte unter anderem die Soundtracks zu "Caravans", "Keep The Aspidistra Flying" und "Watership Down". Als Recording Artist nahm Batt in den frühen 70ern zunächst einige orchestrale Portraits zeitgenössischer Pop- und Rockgrößen auf, bevor er nach Experimenten mit dem damals neuen Moog-Synthesizer bei einer eigenständigen Form von Orchester-Pop angekommen ist, die er - fast immer unterstützt durch erstklassige Orchester wie The London Philharmonic Orchestra, The London Symphony Orchestra, The Royal Philharmonic Orchestra oder The Sydney Symphony Orchestra - als eine Schnittmenge aus populärer Klassik und balladeskem Pop definierte und seitdem für zahlreiche delikate Alben wie "Tarot Suite", "Schizophonia" und "Waves" zu nutzen wusste. Sein aktuell erschienenes Album "A Songwriter's Tale" - eine zusammenfassende Werkschau - ist sofort nach der Veröffentlichung in die deutschen Charts eingestiegen. Dennoch ist er möglicherweise dort am populärsten, wo er eher im Hintergrund wirkt, und dabei umso klarer die Fäden in der Hand hält: Mike Batt schrieb die wichtigsten Arrangements für Andrew Lloyd-Webbers "Das Phantom der Oper", als Musikproduzent ist er der Entdecker von Katie Melua, deren Alben er produziert und auch teilweise komponiert. Das Projekt einer orchestralen Aufarbeitung der Popmusik zieht sich als roter Faden durch die künstlerische Arbeit von Mike Batt. Nun wird er sichtbar: Bevor es im Herbst auf Tour geht, kommt Mike Batt mit einer siebenköpfigen Band für den einzigen Deutschlandauftritt der Festivalsaison nach Stuttgart, um bei den BW-Bank jazzopen in einer einmaligen Zusammenarbeit mit den Stuttgarter Philharmonikern ein Best-of- seines Repertoires zu präsentieren.
Mike Batt (Gesang/Piano)
Michael Kruk (Drums)
Chris Hill (Bass/Gesang)
Louis Riccardi (Gitarre/Gesang)
Florence Rawlings (Gesang)
STUTTGARTER PHILHARMONIKER:
1. Violinen:
Matthias Wächter, Konzertmeister
Karina Kuzumi
Liliana Kavaldjieva
Radvan Kubelik
Maria Halder-Kohn
Keiko Waldner
Masa Rajkovic
Dan Mou
2. Violinen:
Siegfried Hartauer
Julius Calvelli-Adorno
Izumi Otsuka-Rebke
Margarete Zeuner-Schwarz
Judith Chamberland
Wawrzyniec Peiker
Violen:
Markus Oertel
Steffen Goerke
Natalia Wächter
Irina Bockemühl
Violoncelli:
Matthias Neupert
Manfred Müller
Hans-Joachim Tscheber
Jaap van Wely
Kontrabässe:
Eberhard Ludwig
Folkert Weitzel
Flöten:
Andreas Kißling
Martin Glück
Oboen:
Sandra Schumacher
Mariko Shimura
Klarinetten:
Peter Fellhauer
Balthasar Hens
Fagotte:
Michael Roser
Stephen Rex
Hörner:
Stefan Helbig
Carla Goldberg
Hansjörg Lenger
Alexander Cazzanelli
Trompeten:
Sebastian Zech
Andreas Pößl
Katharina Bertsch-Weber
Posaunen:
Matthias Weiß
Andreas Richter
Dieter Eckert
Tuba:
Herbert Waldner
Harfe:
Emilie Jaulmes
Pauke/Schlagzeug:
Martin Ruda
Gerald Köck-Kriegshaber
Markus Fischer
Harald Persicke
Jürgen Spitschka
Ekkehard Stromer

Das Duo aus dem Pianisten Benedikt Moser und dem Bassisten Axel Kühn spielt Standards sowie Eigenkompositionen, die eine Mischung aus Komplexität und Eingängigkeit, Komposition und Improvisation herzustellen versuchen und sich dabei zwischen den Gegensätzen 'auskomponiert' und 'frei' bewegen. Beide haben letztes Jahr ihr Studium an der Stuttgarter Musikhochschule abgeschlossen. Axel Kühn hat im Laufe der letzten Jahre mit diversen renommierten Künstlern wie Frank Kuruc, der Bobby Burgess Big Band Explosion sowie Roman und Julian Wasserfuhr zusammengearbeitet. Seit mehreren Jahren steht er auch seiner eigenen Jazzformation Kühntett vor. Benedikt Moser musiziert momentan unter anderem mit Wolfgang Schmid's Kick. Die Musik des MOSER/KÜHN DUOs entbehrt zwar konkreter Vorbilder, geht aber stilistisch in die Richtung von Bands wie e.s.t.
Benedikt Moser (Piano)
Axel Kühn (Bass)

Der norwegische Trompeter NILS PETTER MOLVAER lässt mit seiner Musik in einzigartiger Weise die Grenzen zwischen Jazz, Ambient, House, elektronischer Musik, Dub, Breakbeats, HipHop, Rock und Pop verschwimmen, es entstehen Soundscapes von unglaublicher Intensität und Tiefe. Im Frühjahr 2008 veröffentlichte NILS PETTER MOLVAER das Album "Re-Vision", das Scores für unterschiedliche Filmproduktionen zusammenfasst.
Nils Petter Molvaer (Trompete)
Eivind Aarset (Gitarre)
Audun Kleive (Bass, Keyboard)

Die zur Jahrtausendwende in Paris gegründete Dancefloorjazz-Formation NOJAZZ konnte sich in kürzester Zeit einige außergewöhnliche Meriten erwerben. Nachdem das Quintett nahezu zwei Jahre ununterbrochen Auftritt an Auftritt gereiht und jeweils ein begeistertes Publikum atemlos zurückgelassen hatte, war als Produzent ihres Debütalbums zunächst Norman Cook alias Fatboy Slim im Gespräch. Tatsächlich wurde dieses Gerücht von der Realität noch überboten: Als "noJazz" 2002 erschien - auf Warner, auch dies beileibe keine Selbstverständlichkeit für das Debüt einer noch relativ unbekannten französischen Band - war kein anderer als Teo Macero für die Produktion verantwortlich. Der US-amerikanische Saxophonist, Komponist und Producer ist vor allem bekannt für seine Zusammenarbeit mit Miles Davis, dessen Alben der späten 60er und frühen 70er von Macero nicht nur produziert, sondern auch mittels kongenialer Schnittführung editiert wurden. Das Echo auf "noJazz" war überaus positiv, es folgten Tourneen durch ganz Europa, die USA, Kanada und Japan sowie 2004 das Remix-Album "NoLimits". Außerdem waren NOJAZZ mit der Chanson-Legende Claude Nougaro im Studio - nur wenige Wochen vor dessen Tod. 2005 erscheint mit "Have Fun" das bereits dritte Album von NOJAZZ: diesmal ist Wayne Vaughn mit der Produktion betraut, als Mitglied von Earth, Wind & Fire eine Schlüsselfigur der Black-Music-Szene, der auch die Kontakte zu weiteren Gästen wie Stevie Wonder, der Violinistin Karen Briggs und Terrace Martin, dem DJ und musikalischen Leiter von Snoop Doggy Dog, hergestellt hat. HipHop, Funk und Soul auf der einen, Jazz, Dub sowie nah- und fernöstliche Einflüsse auf der anderen Seite bilden die Basis der Soundmixtur von NOJAZZ, die ebenso undogmatisch wie spannend ist: die Energie von James Brown, die kosmische Vision von Sun Ra, die Präzision der Talking Heads, die Intensität von Frank Zappa, die Vitalität der Beastie Boys, der Humor von George Clinton, die Verrücktheit von Gong, der Bauhaus-Disco-Sound von Chic und die spezielle Würze von Kid Creole stellen ihre Leit-Referenzen dar. "Die Zukunft des Jazz muss NOJAZZ genannt werden", formulierte die große französische Tageszeitung Le Monde, Kulturnews berichtet euphorisch von einer Begegnung zwischen Manu Chao und Air. Elektronische und akustische Anteile verschmelzen zu einer organischen Einheit: Ein fulminanter Auftritt liegt in der Luft.
Philippe Sellam (Saxophon)
Nicolas Genest (Trompete)
HKB Finn (Gesang)
Philippe Baltarier (Keyboard)
Pascal Reva (Drums)
Jeremie Bouriquis (Sound)

Die 1950 in New York geborene Sängerin PATTI AUSTIN wurde bereits im Alter von vier Jahren von Quincy Jones entdeckt und betreut. Seitdem hat sie zahlreiche Alben veröffentlicht und war auf Platten von Stars wie Billy Joel, Joe Cocker, Steely Dan oder Paul Simon zu hören. Sie war als Background-Sängerin mit Sammy Davis Jr., Harry Belafonte und Roberta Flack auf Tournee und hat legendäre Duette mit Michael Jackson, George Benson und James Ingram aufgenommen. Nachdem ihr Tribute-Album an Ella Fitzgerald, das sie mit der WDR Big Band Köln produziert hat, 2003 bereits für einen Grammy nominiert war, wurde sie im Februar 2008 für ihr Album "Avant Gershwin" mit der begehrten Auszeichnung für das beste Vocal-Jazz-Album geehrt. Bei ihrem einzigen Deutschlandkonzert 2008 wird die Soul-Jazz-Diva ein einmaliges Projekt mit der SWR Big Band präsentieren.
Patti Austin (Gesang)
Olaf Polziehn (Piano)
Martijn Vink (Drums)
Christian von Kaphengst (Bass)
SWR BIG BAND:
Trompeten:
Florian Jeschlinger
Rudi Reindl
Frank Wellert
Felice Civitareale
Karl Farrent
Posaunen:
Ernst Hutter
Marc Godfroid
Ian Cuming
Georg Maus
Saxophone:
Andy Maille
Axel Kühn
Klaus Graf
Steffen Weber
Pierre Paquette

PAUL SIMON ist einer der bekanntesten Songwriter der Welt, nahezu jedem als Teil des Erfolgsduos Simon & Garfunkel geläufig. Zwischen 1957 und 1970 waren PAUL SIMON und Art Garfunkel der Inbegriff eines Folk-Rock-Duos, wobei SIMON nahezu alle Titel komponierte. Ihre Alben sind multiplatinveredelte Meilensteine, zu ihrem legendären Open-Air-Auftritt im Central Park kamen nahezu eine halbe Million Menschen, ein Rekord, den nur PAUL SIMON selbst mit seinem Auftritt von 1991 an gleicher Stelle noch zu überbieten vermochte: das Konzert in New York mit schätzungsweise 750.000 Zuschauern gilt als das bisher weltweit bestbesuchte Konzert. Seine Songs mit Art Garfunkel wie "The Sound of Silence" oder "Mrs. Robinson" gehören zu einer Kategorie Welthits, die tatsächlich zeitlos geworden sind. Doch auch als Solokünstler ist PAUL SIMON längst ein Weltstar, im wahrsten Sinn des Wortes sogar: Bereits für sein Solo-Debüt von 1972 reiste SIMON nach Kingston, Jamaika, um mit der damaligen Creme der lokalen Studiomusiker "Mother And Child Reunion" aufzunehmen. Andere Songs wurden mit Größen wie dem legendären Jazz-Bassist Ron Carter oder dem Perkussions-Genie Airto Moreira eingespielt. Das Nachfolgealbum "There Goes Rhymin' Simon" zeigte ihn auf den Spuren von New Orleans und Dixieland. 1975 erschienen war "Still Crazy After All These Years" sein erstes Album, das mit einem Grammy ausgezeichnet wurde, und enthielt mit "50 Ways To Leave Your Lover" - unter den vielen Evergreens, für die SIMON verantwortlich ist - einen seiner größten Hits. Ebenfalls in Erinnerung geblieben ist "One-Trick Pony": 1980 veröffentlichte SIMON einen gleichnamigen Film, zu dem er nicht das Buch schrieb, sondern in dem er auch die Hauptrolle übernahm; das parallel erschienene gleichnamige Album beschränkte sich allerdings nicht darauf, ein reiner Soundtrack zu sein. Ein Aufenthalt in Johannisburg beschert ihm die Inspiration für ein weiteres Highlight als Recording Artist: "Graceland", 1986 veröffentlicht, ist bis heute sein bedeutendstes und erfolgreichstes Album - auch "Graceland" wurde mit einem Grammy gekürt und zeigt SIMON im Kreise namhafter südafrikanischer Musiker wie Forere Motloheloa (Akkordeon) oder Joseph Shabalala (Leiter der südafrikanischen Vocal-Combo Ladysmith Black Mambazo). Was PAUL SIMON auszeichnet, ist die Fähigkeit, seine Weltläufigkeit mit einer Auffassung zu verbinden, die den Song sehr exakt in der Funktion versteht, die der Poesie in vergangenen Tagen zukam: PAUL SIMON ist einer der besten Zeugen für die These, dass Songs - mit ihren Lyrics - die Gedichte der Moderne sind. Lange Jahre war SIMON nicht in Deutschland zu sehen, nun gastiert er bei den BW-Bank jazzopen 2008: mit einem zweistündigen Konzert auf dem Pariser Platz nimmt der zwölffache Grammypreisträger einen der wenigen Deutschlandtermine seiner Europatournee in Stuttgart wahr.
Paul Simon (Gesang)
Mark Stewart (Gitarre, Saxophon, Gesang)
Andy Snitzer (Saxophon, Keyboard)
Vincent Nguini (Gitarre, Gesang)
Bakithi Kumalo (Bass)
Tony Cedras (Keyboard, Trompete, Gitarre, Gesang)
Jamey Haddad (Percussion)
Charley Drayton (Drums)

Eröffnet wird der Abend mit Paul Simon von RAUL MIDÓN, einem bereits in frühster Kindheit erblindeten Musiker. Nachdem er in Alter von vier Jahren das Schlagzeug und später auch die Gitarre für sich entdeckt hatte, begann RAUL MIDÓN seine musikalische Karriere als Backgroundsänger für Weltstars wie Shakira, Jennifer Lopez, Christina Aguilera, Julio Iglesias oder José Feliciano. Seit 2002 widmet er sich seiner Solokarriere und hat bereits mit Jazz-Größen wie Herbie Hancock gearbeitet, seine beiden bisher erschienen Alben wurden seitens der Kritik vielfach positiv besprochen und konnten mit Gästen wie Stevie Wonder und Hits wie "Pick Somebody Up" aufwarten.

Der 1950 in Cannes geborene RICHARD GALLIANO gilt international als Entdecker des Akkordeons für den Jazz. Bereits im Alter von vier Jahren wird er von seinem Vater neben seinem Hauptinstrument, dem Akkordeon, auch mit dem Klavier vertraut gemacht. Mit 14 beginnt er systematisch verschiedensten Jazz zu hören, um seinen musikalischen Horizont zu erweitern und diesen Katalog von Hörerfahrungen für das Akkordeon zu adaptieren. Sein bevorzugter Input kam dabei erklärtermaßen von John Coltrane, Charlie Parker, Keith Jarrett, Elvin Jones und Bill Evans. Während seines Studiums für Posaune, Harmonie und Kontrapunkt an der Musikhochschule in Nizza gewinnt er einige angesehene Wettbewerbe. 1973 zieht er nach Paris und arbeitet lange Jahre mit Künstlern wie Juliette Gréco, Georges Moustaki und Charles Aznavour. 1983 lädt Astor Piazzolla GALLIANO ein, den Part des Bandoneon-Solisten im Shakespeare-Klassiker "A Midsummer Night´s Dream" an der Comédie-Française zu übernehmen, für den Piazzolla die gesamte Musik komponiert hat - der Beginn einer langen Freundschaft zwischen beiden, die bis zum Tod Piazzollas 1992 anhält. Inspiriert durch den Tango Nuevo seines Freunds und Mentors findet GALLIANO zu einer Synthese von zeitgenössischem Jazz mit der Musette, einer traditionellen Walzerform aus den Pariser Vorstädten. Dass der als New Musette etablierte Stil so unbekümmert Genregrenzen überwindet, verdankt sich seiner Herkunft: nicht nur der Jazz, auch die Musette ist ursprünglich eine Mischform als Melange lokaler Walzertraditionen, italienischer Zigeunerlieder und französischer Chansons hat sie sich zu einer eigenständigen Gattung entwickelt, die mehr ist als die Summe ihrer Teile. Seit 1980 hat RICHARD GALLIANO mehr als zwei Dutzend Alben veröffentlicht und sich die Bühnen internationaler Konzerthäuser mit herausragenden Jazz-Musikern wie Chet Baker, Ron Carter, Charlie Haden, Bobby McFerrin, Gilberto Gil, Al Foster, Jan Garbarek, Joe Zawinul, Biréli Lagrène, Enrico Rava, Martial Solal, Miroslav Vitous, Trilok Gurtu, Michel Petrucciani, Michel Portal, Jean Toots Thielemans und Manu Katché geteilt. Außerdem ist er Stammgast auf den großen Jazzfestivals weltweit wie dem Montreux Jazz Festival, dem Jazz Fest Wien und dem North Sea Jazz Festival, zudem Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen wie dem französischen 'Prix Django Reinhardt' und dem 'Victoire de la Musique'. RICHARD GALLIANO entdeckt in seinem Instrument ungeahnte orchestrale Qualitäten, sein Vortrag ist leidenschaftlich, zuweilen äußerst dramatisch, mitunter auch zärtlich, kurzum: höchst dynamisch, bisweilen auch dissonant. Als Komponist nimmt er sich die Freiheiten, die großen Virtuosen zustehen. Darüber hinaus ist er einer der intimsten Kenner des Werks von Astor Piazzolla und einer seiner wagemutigsten Interpreten. Seine Konzerte gelten als legendäre Events und hinterlassen stets überwältigte Reaktionen - Klaus Tenner im Brachenmagazin Tastenwelt: "GALLIANO lotet sein Instrument bis aufs Letzte aus. Scheinbar mühelos perlen Läufe in der rechten Hand, donnern Bässe und Akkorde dagegen, aber alles mit einer atmenden Leichtigkeit, die aus der Musettemusik stammt. Eine gewaltige Palette an Emotionen entlockt Galliano dem Akkordeon. Und wird nie müde, sein Instrument immer wieder aufs Neue zu erforschen und neue Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen."
Richard Galliano (Akkordeon)
Alexis Cardenas (Violine)
Philippe Aerts (Bass)
Rafael Mejias (Latinpercussion)

Die Musik des Duos besteht ausschließlich aus Eigenkompositionen, die alle aus der Feder des Pianisten Robert Kesternich stammen. Der Pianist hat 2001 den 1.Preis bei "Jugend Jazzt Rheinland-Pfalz" gewonnen. Neben vielen eigenen Bandprojekten ist er unter anderem Mitglied der European Masterclass Big-Band unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Der Trompeter Johannes Stange ist neben seinen Tätigkeiten in diversen eigenen Projekten er unter anderem Mitglied des Bundesjugendjazzorchesters. Zusammen haben sie als ROBERT KESTERNICH- JOHANNES STANGE DUO beim "Internen Hochschulwettbewerb der Musikhochschule Mannheim 2008" den 1.Preis gewonnen. Ihre Kompositionen bewegen sich musikalisch von modernen, lyrischen Sounds über teils experimentelle, zeitgenössische Wege bis hin zu reinem Pop, ohne jedoch den traditionellen Jazz außer Acht zu lassen. Bei den Interpretationen der Musiker ist eine große Vielfalt an musikalischen Einflüssen zu hören. Es wird sofort klar, dass sich ihr musikalisches Universum keineswegs nur auf die Jazzmusik beschränken lässt, sondern auch die Klassik bis hin zur heutigen Moderne mit all ihren Facetten umfasst.
Robert Kesternich (Klavier)
Johannes Stange (Trompete)

ROY HARGROVE ist ein noch immer expandierender Stern am Post-Bop-Firmament: Der amerikanische Trompeter, Komponist und Arrangeur ist mit gerade mal 38 Jahren ein Grammy-Preisträger, der bereits 12 Studio-Alben als Leader veröffentlicht hat. Geprägt von Gospelsongs sowie R&B, Soul und Funk der 70er Jahre machte HARGROVE im Laufe seiner Ausbildung schon früh Leute wie Wynton Marsalis auf sich aufmerksam. Sein am Hard Bop orientierter Stil ist ungemein effektiv und dabei erstaunlich neutral gegenüber den Einflüssen großer Vorbilder wie Weather Report oder der M-Base-Szene der Achtziger. Dafür ist er unermüdlich auf der Suche nach Innovation und Austausch, wie 2006 sein jüngster Album-Doppelschlag für Verve zeigte: Während "Nothing Serious" die rein akustische Seite HARGROVES präsentierte, handelte es sich bei "Distractions" um eine Fortsetzung des Neo-Soul-Jazz-Ansatzes, der bereits das 2003er Album "Hard Groove" beherrschte: Dort mischten sich seine feurigen Soli und glänzenden Improvisationen mit den R&B- und HipHop-Strukturen, die von Gästen wie D'Angelo, Q-Tip oder Erykah Badu eingebracht wurden. Im Umkehrzug war HARGROVE auch an der Produktion des aktuellen Erykah-Badu-Albums "New Amerykah: Part One (4th World War)" beteiligt. Bei den diesjährigen BW-Bank jazzopen wird ROY HARGROVE zunächst als Opening Act für Erykah Badu auftreten, um später auch in der Liveband der Neo-Soul-Göttin einzusteigen.
Roy Hargrove (Trompete)
Justin Robinson (Alt-Saxophon)
Gerald Clayton (Piano)
Danton Boller (Bass)
Montez Coleman (Drums)

Die Anfänge des international besetzten Septetts liegen im New Yorker Latin-Club Nuyorican. In dieser Schaltzentrale moderner Latin-Musik kamen die Mitglieder von Salsafuerte bei atmosphärischen Jamsessions erstmals zusammen: neben Klaus Graf, dem umtriebigen Professor für Saxophon in Nürnberg und Augsburg, und Trompeter Claus Reichstaller, beide auch Mitglieder der SWR Big Band, sind das Gregor Hübner, der in New York lebende Jazz-Pianist und -Violinist und sein Bruder, der Bassist Veit Hübner, sowie der Schlagzeuger Joachim Leyh und der Perkussionist Jerome Goldschmidt. Seitdem begeistern Salsafuerte zweimal im Jahr auf ihren ausgedehnten Tourneen ein zunehmend wachsendes Publikum in ganz Europa. Bereits ihr erstes Album, das 2005 erschienene, für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominierte "No Limits" enthielt Kompositionen, die die Latin-Legende Oscar Hernandez exklusiv für Salsafuerte geschrieben hat. Auch das 2007 veröffentlichte "Fantasia", eingespielt im Bauer Tonstudio in Ludwigsburg, entstand wieder in Zusammenarbeit mit Altmeister Hernandez. Salsafuerte steht für eine einmalige Mixtur aus pulsierenden Latino-Rhythmen und raffinierten Jazzimprovisationen.
Gregor Hübner (Piano, Violine)
Jerome Goldschmidt (Percussion, Gesang)
Eric Dürrer (Percussion, Gesang)
Joachim Leyh (Drums)
Veit Hübner (Bass)
Klaus Graf (Saxophon, Flöte)
Claus Reichstaller (Trompete, Flügelhorn)
Rya Grijt (Gesang)

Wie kaum ein anderer Musiker unserer Zeit - mit Ausnahme von Lou Reed vielleicht - ist SUZANNE VEGA unmittelbar verbunden mit dem Schicksal der Stadt New York, in der sie seit ihrem ersten Lebensjahr zu Hause ist. Der Verweis auf Reed ist dabei keineswegs willkürlich: SUZANNE VEGA hat den Journalisten selbst diktiert, dass "Luka" unter dem Einfluss von Reeds "Berlin"-Albums entstanden ist - der Song aus ihrem zweiten Album "Solitude Standing", geschrieben aus der für einen Pop-Hit sehr ungewöhnlichen Perspektive eines missbrauchten Kindes, wurde 1987 zu ihrem erster Welterfolg. Drei Jahre später entwickelte sich der Remix eines anderen Songs desselben Albums zu einem Überraschungshit, der heute bereits den Status eines Clubmusik-Evergreens innehat: 1990 war Vegas Song "Tom's Diner" in der Version des britischen DJ- und Producer-Duos DNA ein Nr.1-Hit im gesamten deutschsprachigen Raum und hielt sich sensationelle 26 Wochen in den deutschen Single-Charts. Noch in einer weiteren Hinsicht ist "Tom's Diner" historisch: Vegas Welthit war das erste Musikstück, das im Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen im dort entwickelten MP3-Fromat gespeichert wurde - anhand der unprätentiösen Vocals von SUZANNE VEGA optimierten die Forscher das psychoakustische Modell, dessen eleganter Algorithmus für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Frequenzen eliminiert. Seitdem hat sich SUZANNE VEGA auf eine Art weiterentwickelt, die ohne die mittlerweile im Pop obligaten Rituale des Sich-selbst-neu-Erfindens auskommt: So unterschiedlich der Ansatz ihrer Alben in den Neunzigern auch war, stets blieb die Substanz der Künstlerin darin erkennbar - einmalig an SUZANNE VEGA ist das Zusammentreffen der Methode des distanzierten Beobachtens, die ihre Lyrics kennzeichnet, und des Understatements im Tonfall dieser persönlichen Ansprache, die ihre Stimme charakterisiert. 2007 erschien - nach sechs Jahren Pause - ihr sechstes Studioalbum, das einen weiteren Schritt in SUZANNE VEGAS Karriere markiert: "Beauty & Crime" wurde auf Blue Note veröffentlicht. Nachdem die Konzerte der dazugehörigen, letztjährigen Deutschland-Tour sowohl das Publikum wie auch die Kritik zu Begeisterungsstürmen hingerissen haben, kommt die amerikanische Sängerin und Songwriterin aufgrund der großen Nachfrage zur Festivalsaison 2008 erneut nach Deutschland - in Süddeutschland exklusiv nach Stuttgart in die neue Open-Air-Festivalbühne der BW-Bank jazzopen stuttgart, die höchst attraktive Arena des Mercedes-Benz Museums.
Suzanne Vega (Gesang, Gitarre)
Mike Visceglia (Bass)
Doug Yowell (Drums)

Der zweifach für den Grammy nominierte Pianist, Komponist und Bandleader Taylor Eigsti hat sich für dieses Duo der Extraklasse mit dem Gitarristen Julian Lage zusammengetan. Das TAYLOR EIGSTI/JULIAN LAGE DUO konnte bereits auf dem Newport Jazz Festival, dem Tanglewood Festival, in der Symphony Hall in Boston und auf dem San Francisco Jazz Festival für Begeisterungsstürme sorgen.
Taylor Eigsti (Piano)
Julian Lage (Gitarre)

Soviel Soul war selten im deutschen Jazz zu hören: Der Trompeter, Sänger und Komponist gehört längst zu den deutschen Jazzmusikern, die auch international bekannt sind. Till Bönner hat bereits mit Weltstars wie Dave Brubeck, Natalie Cole und Chaka Khan gearbeitet und mittlerweile zehn Studio-Alben veröffentlicht. BRÖNNERs Trademark-Sound als Komponist ist warm, melancholisch und elegisch, seine Tonbildung als Virtuose auf der Trompete und dem Flügelhorn ist reif, relaxed und sexy. Wer BRÖNNER einmal gehört hat, weiß, warum die Trompete als das der menschlichen Stimme ähnlichste Instrument gilt. Dass er auch als Sänger überzeugen kann, verwundert daher nicht: BRÖNNER spielt mit seiner Stimme, wie er mit seinem Horn zu singen versteht. Wie kein anderer deutscher Musiker steht der Ausnahmetrompeter nicht nur für die Tatsache, dass Jazz in seiner ersten Stunde Popmusik gewesen ist, sondern belegt auch bestens, dass Jazz immer noch Pop sein kann: Als im Frühsommer 2004 "That Summer" erschien, war das Album die erste Jazzplatte seit über 20 Jahren, die in die Top 20 der deutschen Verkaufscharts eingestiegen ist. Bereits für "Generations Of Jazz", sein Debütalbum von 1991, wurde BRÖNNER mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Mit dem 1998 veröffentlichten Album "Love", seinem Einstand beim legendären Jazzlabel Verve, erhält er nicht nur den Jazz Award als Preis der Deutschen Phono Akademie, sondern erregt - auch international - einige Aufmerksamkeit: eine Tournee führt ihn nach Japan, wo er auch mit dem vom größten japanischen Jazz-Magazin Swing Journal vergebenen Golden Disc Award gewürdigt wird; darüber hinaus kommt es zu einem Folgeauftrag, der einem Ritterschlag gleicht: BRÖNNER wird als Produzent, Komponist und Arrangeur für "17 Millimeter" verpflichtet, das erste Soloalbum von Hildegard Knef nach 20 Jahren ohne eine Veröffentlichung der Grande Dame des deutschen Chansons. Auch seine aktuellsten Eigenproduktionen sind äußerst erfolgreich: "Oceana" hielt sich 19 Wochen in den deutschen Albencharts, sein "Christmas Album" rangierte noch im Januar diesen Jahres auf Platz 18. Neben Titeln aus diesen beiden aktuellen Alben wird der zweifache Echo-Preisträger, der auch bereits für den Grammy nominiert wurde, einige Songs seines für September angekündigten Bossa-Nova-Albums vorstellen.

Es jazzt, rockt und funkt: Der Bassist Tobias Bodensiek hat mit dem Saxophonisten Steffen Dix, dem Gitarristen Axel Huber, dem Drummer Marcel Gustke und dem Perkussionisten Christoph Scherer ein Quintett zusammengestellt, das bekannte Werke der Funkjazz-Ära, zeitgenössische Raritäten und einige Eigenkompositionen modern arrangiert und mit viel Energie präsentiert. EARTHQUAKE ist ein Phänomen, dessen Energie und Dynamik in gängigen Schablonen nur schwer zu erfassen ist.
Tobias Bodensiek (Bass)
Steffen Dix (Saxophon)
Axel Huber (Gitarre)
Marcel Gustke (Drums)
Christoph Scherer (Percussion)

Die Musik anderer Kulturen zu entdecken und sie in das eigene musikalische Konzept zu integrieren - dies ist der Grundgedanke der Formation VIERTONIC. Respektvoller Umgang mit der Jazztradition und der Drang nach Neuem vermischen sich in ihren Kompositionen. Um den Saxophonisten Christoph Beck brodelt eine Rhythmusgruppe mit Fabian Meyer, Dominik Ludwig und Felix Schrack - zusammen bilden Sie eine wahrlich explosive Mischung.
Christoph Beck (Saxophone)
Fabian Meyer (Piano)
Dominik Ludwig (Bass)
Felix Schrack (Drums)